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25 Jahre im Dienste der HumanitätDie Stiftung Wirtschaft Hilft Hungernden kann in diesem Jahr auf 25 Jahre humanitäre Arbeit zurückblicken. Wir setzten uns damals das Ziel, weltweit, überkonfessionell, unbürokratisch und ehrenamtlich zu helfen und dabei vor allem die Wirtschaft für unser Anliegen zu gewinnen. Ehrenamtlich heißt für uns, dass alle Spenden ohne Abzug den Hilfsbedürftigen zugute kommen. Aufwendungen, wie Büro-Verwaltung- und Reisekosten, werden privat finanziert. Wir sind dankbar für diese Zeit, in der wir gemeinsam so viel bewegen konnten. Die Bilanz nach 25 Jahren humanitärer Arbeit ist ermutigend und verpflichtet uns weiterzumachen. Leistung und Erfolg brauchen neben persönlichem Engagement auch vielseitige materielle und ideelle Unterstützung. Es ist uns ein aufrichtiges Anliegen, allen Spenderinnen und Spendern herzlich zu danken. Wir danken unseren lokalen Partnern in den Projektländern, die zuverlässig, kompetent und engagiert versuchen, den Menschen zu helfen. Nur so war es möglich an vielen Orten dieser Einen Welt, Menschen in Not beizustehen und Leben zu retten. Entwicklungsarbeit ist dann erfolgreich und nachhaltig, wenn sie von den Menschen selbst bestimmt wird. Das setzt voraus, dass wir begreifen, dass diese Menschen keine gesichtslosen Empfänger unser Spenden sind, sondern Angehörige von Völkern mit eigenen sozialen Erfahrungen und hoch entwickelten Kulturen. Sie als Partner anzunehmen, ihre Vorstellungen von Eigenständigkeit und Beteiligung in den Entwicklungsprozess einzubinden, ist unverzichtbar. Wasser - Gesundheit - Bildung sind weltweit die Schwerpunkte unserer Hilfsprojekte. Dazu zählen Brunnen, Kliniken, Basisgesundheitsstationen, Schulen, Kinderdörfer und Gemeinschaftszentren für AIDS- und Kriegswaisen, für Straßenkinder, Rehabilitations- und Sozialzentren mit Behindertenschulen und Dormitorien für körperlich und geistig behinderte Kinder. Damit ist viel getan, aber nicht genug. Wir sorgen mit unseren lokalen Partnern für lokale Einnahmequellen und Infrastrukturen, damit unsere Hilfe in absehbarer Zeit überflüssig wird. Denn Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet, ein menschenwürdiges Leben selbstverantwortlich zu gestalten. Allein die Not der Menschen ist der Gradmesser für unsere Hilfe. Wann und wo wir als humanitäre Stiftung aktiv werden, muss immer wieder neu durchdacht und entschieden werden. Diese Entscheidungen basieren stets auf unseren eigenen Analysen vor Ort und darauf, ob wir zuverlässige Partner und genügend finanzielle Mittel für die Projekte haben. Wenn es darum geht Leben zu retten, gibt es keine Alternative. Das Recht auf Leben verpflichtet uns zum Handeln. Dabei haben wir vor allem die Kinder im Blick. Die Hilfsprojekte in Vietnam sind uns deshalb ein besonderes Anliegen. Doch mit unseren finanziellen Mitteln stoßen wir hier immer wieder an Grenzen, so dass schmerzhafte Entscheidungen getroffen werden müssen. Bitte helfen Sie uns, diese so wichtige humanitäre Hilfe für die Kinder in Vietnam nachhaltig leisten zu können. Seit 1996 helfen wir dioxingeschädigten und körperlich und geistig behinderten Kindern in Vietnam. Wir haben für diese Kinder, Rehabilitations - und Sozialzentren, Behindertenschulen, Dormitorien und Ausbildungsstätten gebaut. Ohne Hilfe haben diese Kinder kaum eine menschliche und berufliche Perspektive. Der Anstieg der Rate missgebildeter Kinder in der 3. Generation, mit deformierten und fehlenden Gliedmaßen, offenem Rückgrat, Lähmungen und schweren Gehirnschäden, gleicht einer Epidemie. Diese Kinder zahlen auch heute noch den Preis des Krieges. Agent Orange wirkt wie eine genetische Zeitbombe - eine humanitäre und ökologische Katastrophe, die kaum noch wahrgenommen wird. Vietnam ist heute das Land, das weltweit die höchste Behinderten – und Missbildungsrate aufweist. Im April 2004 erfuhren wir erstmals vom signifikanten Anstieg schwerer angeborener Herzfehler bei Kindern in Vietnam. Es gibt Tausende von ihnen. Ohne Operation haben diese Kinder kaum eine Überlebenschance. Ihre Familien sind bettelarm, die Eltern Tagelöhner und mit ihren 40 USD im Monat können sie sich oft nicht einmal eine warme Mahlzeit am Tag leisten, geschweige denn eine medizinische Untersuchung. Vom Staat ist kaum Hilfe zu erwarten. Warum müssen diese Kinder sterben, bevor sie kaum begonnen haben zu leben? Im Juni 2004 hat die Stiftung mit dem Operationsprogramm „From the Hearts to the Hearts“ für herzkranke Kinder begonnen, das bis heute einmalig ist in Vietnam. 600 Operationen am offenen Herzen bis heute, sind als Zahl beeindruckend. Doch sie werden greifbar als menschliches Schicksal von Kindern, im Alter von 3 Monaten bis 14 Jahren, von denen die meisten heute nicht mehr am Leben wären, wenn es diese Rettung nicht gegeben hätte. Die Lebensfreude dieser Kinder, sie wieder gesund und glücklich zu sehen, ist eine Freude und eine Verpflichtung. 3.000 EUR kostet die Operation für ein Kind. Im nächsten Jahr wollen wir weiteren 140 Kindern mit einer Herzoperation helfen. Bitte helfen Sie! Humanitäres Engagement braucht die Nähe zu den Menschen. Dreimal im Jahr reist Claus Ruff nach Vietnam. Gemeinsam mit seinen vietnamesischen Partnern und den Ärzten koordiniert er das Operationsprogramm und ist ständig unterwegs zu Familien mit herzkranken Kindern. Hier treffen sie auf die Ärmsten der Armen. Familien, die in armseligen und notdürftig mit Plastikfolien bedeckten Hütten hausen. Mit dem Projekt Familienhäuser helfen wir, nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Stiftung finanziert mit 1.900 EUR die Baumaterialien für das Haus und die Trinkwasserversorgung. Der Bau der Häuser erfolgt in Eigenleistung. 28 Familienhäuser konnten bisher gebaut werden. 15 Häuser sollen im nächsten Jahr folgen. Bitte helfen Sie! Projekt Son Ky Zentrum Saigon
Humanitäre Hilfe lindert Leid - nicht mehr und nicht weniger. Die Konflikte können wir nicht lösen, das müssen andere tun. Wir können nur die Werte und Prinzipien humanitärer Hilfe achten und umsetzen. Allen, die unser Anliegen unterstützen, danken wir.
Claus Werner Ruff
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